Samstag, 14. Oktober 2017

Meine DIY-Küche - 44 x selbst gemacht von Granola bis Kimchi - Agnes Prus

Von Stiftung Warentest gibt es bereits mehrere dieser hübschen, handlichen Büchlein. Im neuesten geht es um selbst gemachte Dinge aus der Küche. Insgesamt 44 Ideen wurden für dieses Buch zusammengetragen, und es ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei. Der Aufwand für die einzelnen Rezepte reicht von „einfach und schnell“ bis hin zu „aufwendig und braucht Zeit“.
Es gibt eine grobe Einteilung, so dass man auf den ersten Blick erkennt, ob ein freier Nachmittag ausreicht, um eines der Rezepte umzusetzen, ob man das Vorhaben lieber auf ein Wochenende verschieben sollte, weil man da mehr Zeit hat oder ob es anzuraten ist, das Projekt im Urlaub umzusetzen, denn manche Sachen brauchen einfach etwas länger zum Reifen, Durchziehen etc.

Gleich zu Beginn erfährt man allerlei Wissenswertes über benötigte Gerätschaften und erhält Einkaufstipps für die Zutaten. Dann geht es auch schon los mit dem umfangreichen Rezeptteil, der mit vielen tollen Fotos der Fotografin Yelda Yilmaz ausgestattet ist.
Agnes Prus, die Autorin, hat hier wirklich tolle Ideen zusammengetragen, die sich zum Teil sehr schnell und einfach umsetzen lassen. Bei allen Rezepten ist der jeweilige Schwierigkeitsgrad angegeben, und man erhält einen Hinweis zum voraussichtlich benötigten Zeitaufwand. Die Herstellung zarter Amarettini, knuspriger Granola oder saftiger Brotaufstriche braucht wenig Zeit und ist auch sehr einfach zu bewerkstelligen. Auch ein feiner Zitronenlikör „Limoncello“ ist im Handumdrehen gemacht, benötigt aber zwischendurch eine längere Ruhezeit.
Hat man ein ganzes Wochenende bzw. zwei Tage zusammenhängend Zeit, kann man sich an ein selbst gemachtes Sauerteigbrot wagen, ein Nussmus, einen Apfelstrudel oder Quittenbrot selber machen.
Das Einlegen von Salzdillgurken oder das Kandieren von Ingwer stellt schon einen größeren Zeitaufwand dar, so dass sich derartige Vorhaben für den Urlaub eignen.

Dass bei jedem Rezept der ungefähre Zeitaufwand erwähnt ist, gefällt mir sehr gut, denn so hat man sofort den Überblick, ob man ausreichend Zeit für ein Projekt mitbringt.
Bei einigen Rezepten ist es ratsam, sich genau an die Vorgaben zu halten, aber andere wiederum laden zum Experimentieren ein, beispielsweise das Zusammenstellen von Teemischungen oder Gewürzsalzen. 


Dass sich viele Rezepte mit relativ wenig verschiedenen Zutaten ausführen lassen, finde ich prima, denn mit einer kleinen, überschaubaren Liste an Zutaten, die auch größtenteils leicht zu bekommen sind, wagen sich auch Einsteiger an so manches Projekt heran.
Da das Format des Büchleins klein und handlich ist, nehme ich es immer wieder gerne zur Hand, sei es, um ein wenig darin zu schmökern oder um etwas aus der reichhaltigen Auswahl auszuprobieren.  

⭐⭐⭐⭐⭐

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich bei Vorablesen und der Stiftung Warentest.

Sonntag, 10. September 2017

Zauber-Cakes : 1 Teig - 3 Schichten


Ein Teig - drei Schichten? Das klingt zu schön um wahr zu sein, und ich war gleich neugierig, als ich vom so genannten "Zauberkuchen" zum ersten Mal gehört habe. 
Wie oft wünscht man sich einen Kuchen, der schnell gemacht ist und dabei doch auch raffiniert. Im Buch "Zauberkuchen" von Dr. Oetker bin ich fündig geworden.
Das Grundrezept ist denkbar einfach. Man benötigt nicht allzu viele Zutaten und rührt wirklich nur eine einzige Masse. Wenn man sich bei der Zubereitung an die vorgegebenen Arbeitsschritte hält, kann eigentlich gar nichts schief gehen.
Das Schöne und Besondere an diesem Buch ist, dass alle Rezepte nach dem gleichen Prinzip funktionieren, man aber jede Menge Variationsmöglichkeiten hat. Egal ob man den Zauberkuchen als Blechkuchen zubereitet oder einen Kastenkuchen, eine runde Torte oder Muffins daraus macht, jedes Rezept wirkt wieder völlig anders, und doch sind alle von der Machart im Prinzip gleich. Hat man erst einmal angefangen, entwickelt man schnell Routine, und selbst als Dessert im Glas ist der Zauberkuchen etwas Besonderes.

Beim ersten Durchblättern konnte ich mich kaum entscheiden, denn da gibt es tolle Varianten mit Früchten oder Eierlikör, mit Schokolade, Kokos oder Karamel.
Die Bilder sprechen für sich, und am liebsten hätte ich gleich alle Rezepte durchprobiert. Da gibt es neben wohlklingenden Bezeichnungen wie Schoko-Birnen-Törtchen, Zitrone-Blaubeer-Minis, Bratapfel-Zimt-Kuchen oder Rote-Grütze-Zauberkuchen auch sehr viel Exotisches zum Ausprobieren. Wie wäre es beispielsweise mit einem Ingwer-Zitronengras-Kuchen, einem Sanddorn-Chia-Kuchen oder einem Pistazien-Gojibeeren-Zauberkuchen mit Granatapfelkernen garniert? Das alles klingt richtig lecker, und die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, sind auch unvergleichlich gut.


Fürs erste habe ich mich für einen Limoncello-Kuchen entschieden. Auf den fertig gebackenen Kuchen kommt hier noch ein Topping aus Sahne, Limoncello und Lemoncurd. Das Ergebnis ist lecker fruchtig, dabei aber nicht allzu süß. Ich mag die herbe Frische des Zitronenlikörs sehr gerne, und in Kombination mit der cremigen Süße des Kuchens war dieses Topping perfekt!
Die Herstellung wird bei allen Rezepten Schritt für Schritt genau erklärt, und das Ergebnis war wirklich erstaunlich; der Teig entwickelt beim Backen verschiedene Schichten, so dass man den Eindruck hat, der Kuchen sei aufgeschnitten und gefüllt worden.



Ein weiterer Kuchen, der nicht nur mich, sondern die ganze Familie begeistert hat, ist der Vanille-Zauberkuchen. Eines der Geheimnisse bei der Zubereitung des Zauberkuchens ist, dass der Eischnee getrennt sehr steif geschlagen und nur ganz locker unter den restlichen Teig gehoben wird, so dass an der Oberfläche noch Flöckchen zu sehen sind.


Im gebackenen Zustand denkt man, ein locker-leichter Biskuit sei mit saftig-cremigem Vanillepudding gefüllt worden. Meine Kaffeegäste haben ganz schön gestaunt, als ich ihnen erzählt habe, dass dies alles nur aus einer einzigen Teigmasse entstanden ist. Dieser Kuchen kam so gut an, dass er innerhalb kürzester Zeit bis auf den letzten Krümel verzehrt war.


Seit ich dieses Buch habe, bin ich zu einem richtigen Zauberkuchen-Fan geworden, denn hier kann man kleine Köstlichkeiten selbst backen, die es so in keiner Bäckerei zu kaufen gibt und die viel aufwendiger erscheinen als sie wirklich sind.


Ein klares Lob von mir für dieses tolle, innovative Backbuch!


⭐⭐⭐⭐⭐



Wichtiger Hinweis: Das von mir hier besprochene Buch ist mittlerweile unter dem Titel "Zauber-Cakes" im Handel. Bei der unterhalb verlinkten Ausgabe handelt es sich um das gleiche Buch mit identischen Rezepten. Vermutlich wurde nur der Name geändert. 

Übrigens findet ihr unter dem Link bei Amazon auch eine ausführliche Leseprobe mit einigen Rezepten zum Ausprobieren und vielen Geling-Tipps. So könnt ihr gleich einmal testen, ob euch diese Art des Kuchenbackens zusagt.

Sonntag, 13. August 2017

Die Ernährungsdocs - "Diabetes"


Vor einem Jahr habe ich bereits das erste Buch der Ernährungsdocs Dr. med. Matthias Riedl, Dr. med. Anne Fleck und Dr. med. Jörn Klasen vorgestellt und für sehr gut befunden. Hier geht es zur damaligen Rezension: Die Ernährungsdocs

Weil mich dieses Buch so überzeugt hat (und immer noch häufig zum Einsatz kommt), hat mich auch das neue Buch interessiert, in dem es ausschließlich um Diabetes geht. Da ich von den Familien beider Elternteile her mit Diabetes vorbelastet bin, interessiert es mich natürlich besonders, ob es eine Möglichkeit gibt, dieses weniger schöne "Erbe" zu umgehen. Da kam mir dieses Konzept "Mit der richtigen Ernährung Diabetes vorbeugen und heilen" gerade recht. 
Dass man durchaus vorbeugen kann, ist einleuchtend, denn ich denke, es ist sicher auch eine Frage des Zuckerkonsums, wie schnell einen die Krankheit ereilt. Aber Diabetes heilen, geht das wirklich? Diese Frage hat mich brennend interessiert, und in ihrem umfangreichen Buch geben die Ernährungsdocs auf diese und viele weitere Fragen umfassende Antworten.

Mit beiden Eltern als Diabetiker wurde ich schon in jungen Jahren mit der Krankheit konfrontiert und habe im Lauf der Zeit auch ein gewisses Grundwissen dazu erworben. Aber beim Lesen dieses Buches wurde ich von einigen revolutionären Gedanken und Erkenntnissen überrascht. Die Docs räumen mit alten Zöpfen in Sachen Ernährung auf und entlarven so manches Ammenmärchen, das sich um die "Zuckerkrankheit" gebildet hat.
Im ersten Teil des Buches wird man auf 51 Seiten umfassend über sinnvolle Maßnahmen und gesunde Ernährung informiert. Was ich hier alles erfahren habe, war überraschend und hat mir Mut gemacht. Diabetes ist kein unausweichliches Schicksal, auch wenn man familiär vorbelastet ist, das wurde mir hier schnell klar. Man sollte sich gerade bei dieser Krankheit nicht auf seinen "schlechten Genen" ausruhen, sondern etwas tun. Auch wenn die Krankheit bereits diagnostiziert wurde, muss man es nicht einfach hinnehmen, eben nun zur großen (und weiter steigenden)  Masse der Diabetiker zu gehören.
Gesunde Ernährung und vernünftige Bewegung sind die Eckpfeiler, auf die man bauen kann, um Diabetes in Schach zu halten.
Ratschläge zum richtigen Essen, zur Rolle der Leber, zu Zuckeraustauschstoffen, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß findet man ebenso wie eine Tabelle mit empfohlenen und weniger empfehlenswerten Lebensmitteln nach LOGI.
Nach dem wissenswerten Teil kommt dann auch schon der schöne Abschnitt, mit über 70 Rezepten, die gesund sind und dabei auch schmecken, denn von einer "Diät" kann hier kaum die Rede sein, betrachtet man die farbenfrohen, appetitlichen Fotos der empfohlenen Gerichte. Egal ob für den großen oder kleinen Hunger, für Vegetarier oder Fleischesser, für Liebhaber herzhafter Gerichte oder Süßschnäbel, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es gibt Rezepte für tolle Salate, die auch satt machen, für Gerichte, die man auch gut mitnehmen kann, wenn man unterwegs ist und für schnelle Mahlzeiten, die trotzdem frisch sind und alles bieten, was der Körper braucht. Aber auch aufwändigere Gerichte werden gezeigt, stets mit Hinweisen zum gesundheitlichen Nutzen einzelner Zutaten. So findet man Leckerbissen wie beispielsweise "Lachs mit Blumenkohl-"Couscous" und Sesamsauce, "Hirschgulasch mit Topinamburpüree" oder "Mediterraner Flammkuchen", um nur ein paar davon zu nennen. 
Wer noch die Sprüche von früher kennt, dass man als Diabetiker auf alles Süße verzichten müsse, kann diese Weisheiten durchaus vergessen, denn in diesem Buch wird gezeigt, wie schmackhaft und zugleich gesund auch süße Küche sein kann. Sogar ein paar richtig gute Kuchenrezepte (Mohnküchlein mit Zwetschgenmus und Schoko-Erdbeer-Cheesecake) sind im Rezeptteil enthalten.
Mir gefallen ganz besonders die vielen unkomplizierten Gerichte, die das Buch zu bieten hat. Schnell und einfach, ohne aufwändige Zutaten, kann man eine Mahlzeit zubereiten, die dem Körper gut tut und auch lecker schmeckt.
Ich habe schon einiges ausprobiert und alles bisher für gut befunden. Zum Schluss möchte ich euch meine persönlichen Favoriten zeigen, die sich einen festen Platz in meinem Speiseplan erobert haben:

Strammer Gemüsemax - so schnell, einfach und unkompliziert und dabei oberlecker! 

Bohnen-Puten-Pfanne - ein feines Gericht, das schnell auf den Tisch kommt, schmeckt und richtig gut sättigt.

Gemüsemuffins, lecker, schnell gemacht, gut zu variieren und mit einem frischen Salat dazu ein raffiniertes kleines Abendessen.

Chia-Haferbrei mit Früchten, perfekt als kleines Frühstück, mit verschiedenen Obstsorten auch mal als süße Zwischenmahlzeit, bei mir zurzeit der Renner.

Ich könnte immer so weitermachen und ein Gericht nach dem anderen fotografieren und posten, denn es zeigt sich immer wieder, dass gesundes Essen durchaus nicht langweilig sein muss, sondern vielfältig und bunt daherkommt. Das Buch ist sicher nicht nur für Diabetiker interessant, sondern für alle, die sich für eine abwechslungsreiche und gesunde Küche interessieren.

Sonntag, 16. April 2017

Freitag, 24. März 2017

Mal wieder gebastelt

Meine Vorräte an Karten gingen zur Neige, und so war es mal wieder an der Zeit, ein wenig zu basteln, und in den letzten Tagen sind einige neue Grußkarten entstanden. "Stampin Up" ist ja ein Dauerbrenner, was das Bastelmaterial betrifft, und so ganz kann ich mich dem "Virus" nicht entziehen, denn die Produkte sind einfach toll. Besonders gut gefällt mir, dass man alles aufeinander abstimmen kann. Ein paar Sachen von Stampin Up sind daher auch bei mir eingezogen, aber ich wähle sehr gezielt, denn ich habe ja noch viele Vorräte an Bastelmaterial im Haus. Die folgenden Karten sind bunt kombiniert, Material aus meinen älteren Vorräten, das ich mit neuen Stempeln, Stanzern etc. ergänzt habe.


Bei der linken Karte habe ich mit einem Eckstanzer gearbeitet, den ich schon lange in Verwendung habe und den ich immer noch liebe. Die Blümchen sind mit einer Kombination aus Stempel und Stanze (Stempel "Petite Petals" und Stanzer "Kleine Blüte" von Stampin Up) entstanden. Das blaue Papier und auch die Stempelfarbe sind aus meinem Fundus, der Hintergrund ist ganz zart mit einem hellen Blau und "Savanne" von Stampin Up bestempelt.
Für die mittlere Karte habe ich ausschließlich älteres Material verwendet. Ich hatte den Stempelabdruck schon länger gemacht und habe nun neue Farbstifte zum Kolorieren ausprobiert. 
Die rechte Karte ist mit zwei verschiedenen Blautönen an Tonkarton und Stempelfarbe gemacht. Für den Hintergrund und die 3D-Blüte habe ich einen Stempel aus dem Stampin Up Set "Nature's Perfection" verwendet.


Inspirationen suche ich gerne auf Pinterest, und so ist die Karte oben links entstanden, mit meinen beiden Schmetterlings-Stanzen, die ich schon viele Jahre habe, einem Hintergrundstempel mit unregelmäßigen kleinen Pünktchen ("Rettungsstempel" von eingebrannt.de) Der Labelstanzer ist von Artemio.

Der Stempel, den ich unten links verwendet habe, ist schon länger in meinem Besitz, und wenn ich mich nicht irre, müsste er zu dem Stampin Up Set "Mostly Flowers" gehören. Ich habe ihn vor einiger Zeit mal ertauscht und nun endlich einmal verwendet. 

Auch die Blüten und der Vogel auf der rechten Karte sind aus einem Set von Stampin Up: "Sommermorgen".

Zwei weitere Karten in Lilatönen:
Für die linke Karte habe ich einen Silikonstempel aus meiner Sammlung verwendet und damit auf farbigem Tonpapier gestempelt.

Die rechte Karte ist komplett mit dem Stempelset "Sommermorgen" entstanden und mit Glitzersteinchen, ausgestanzten Schmetterlingen und farblich passendem Klebestreifen ergänzt.